Vectra C OPC Studie

Auf der Essener Motorshow 2003 wurde die Studie für einen Vectra C OPC präsentiert. Gezeigt wurde ein ardenblauer GTS, der innen und außen an das OPC-Design angepasst war. Für den damals erst ein Jahr vorher auf dem Markt erschienenen Vectra GTS sollte dieser nun das Topmodell werden.

Vectra OPC Studie

© GM Corp.

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Die Studie zeigt einen Vectra GTS, der auf den ersten Blick durch sein ardenblaues Äußeres auffällt. Die Farbe gab es schon länger, allerdings wurde sie erst ab 1999 mit der Einführung des Astra G OPC als "OPC-Hausfarbe" eingeführt. Die Front zeigt den geänderten Stoßfänger vom GTS, der mehr ausgeformt wurde. Es wurden Wabengitter eingesetzt und die Nebelscheinwerfer durch solche mit Linsen ausgetauscht. An der Normalversion sitzt an der Unterseite eine schwarze Lippe. Bei der OPC-Studie ist diese weiter nach unten gezogen und farblich angepasst. Die seitlich angedeuteten Lufteinlässe wurden vergrößert.
Am Heck fällt der weiter nach unten gezogen Schürze auf. Der Mittelteil ist glatt und in schwarz gehalten. Eingerahmt wird dieser Teil von den beiden Auspuffrohren, die ebenfalls schwarz (auf späteren Fotos wieder in Edelstahl) und der Krümmung des Ausschnittes angepasst sind.
Die Seitenschweller sind deutlicher akzentuiert und haben ein eher kantiges Design erhalten.

Das Fahrzeug steht auf Felgen in der Größe 19 Zoll. Die Bremsanlage wurde vergrößert und die Bremssättel sind in Kontrast zum restlichen Auto in gelb lackiert.

Blau ist die beherrschende Farbe im Innenraum. Die Recaro-Sitze - Recaros vom Typ Style - sind komplett in blauem Leder eingeschlagen, welches sich auch an den Türverkleidungen findet. Blau sind auch die Zierleisten und die Gurte. Die Abdeckung der Mittelarmlehne sowie der Sack um die Gangschaltung sind ebenfalls farblich abgesetzt.

Interessant sind noch die filigranen Außenspiegel, die gut zum restlichen Fahrzeug passen.

Vectra OPC Studie

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Das interessanteste an der Studie war natürlich der Motor. Ein 1.9 CDTI TwinTurbo, der es auf 156 kW (212 PS) brachte. Er erzeugte ein maximales Drehmoment von 400 Nm schon ab 1.400 Umdrehungen pro Minute. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt. Der Standardspurt von 0 auf 100 km/h erfolgt in 6,5 Sekunden.
Zwei Turbolader unterschiedlicher Größer dienen der Aufladung des Motors. Im Gegensatz zur sonst parallelen Anordnung der Turbolader arbeiten sie hier in Reihe. Ein kleiner, schnell ansprechender Turbolader übernimmt die Aufladung im niedrigen Drehzahlbereich. Bei höheren Drehzahlen schaltet sich automatisch ein größerer, auf mehr Durchsatz ausgelegter, Lader zu. Diese Maßnahme führt zu einer hohen spezifischen Leistung, ohne dass es zu Verbrauchsnachteilen oder Abgasproblemen kommt. Der Motor verfügt über Euro-4-Grenzwerte und begnügt sich mit 6 Liter Diesel im Normverbrauchszyklus. Angeflanscht ist ein 6-Gang-Schaltgetriebe.

Was blieb von der Studie übrig?

Das Modell wurde in dieser Form nicht verwirklicht. Erst nach dem Facelift des Vectra C im Juli 2005 gab es dann auch ab Oktober 2005 ein entsprechendes OPC-Modell. Zur Auswahl standen das Schrägheckmodell und der Caravan.

Die Farbe Ardenblau ist traditionelle OPC-Farbe und war natürlich auch weiterhin zu bekommen. Der 1.9 CDTI TwinTurbo wurde nicht aus der Studie übernommen. Für den OPC war ein 2.8 V6 Turbo mit 188 kW, später sogar 206 kW, die einzige Motorisierung. Auch damit wurden 250 km/h abgeregelte Höchstgeschwindigkeit erreicht. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h war abhängig von Getriebe und Karosserievariante und lag zwischen 6,3 und 6,9 Sekunden.
Der 1.9 CDTI war ab Anfang 2004 im Vectra C in verschiedenen Leistungsstufen erhältlich.
Die Frontschürze wurde aufgrund des Facelifts geändert. Sie entspricht fast der normalen Ausführung des Grundmodells, besitzt allerdings Wabengitter und eine andere Lippe an der Unterseite. Die Nebelscheinwerfer sind im Gegensatz zur Studie größer. Am Heck gibt es einen größeren unteren Abschluss des Stoßfängers und Zwischenteil mit Diffusoroptik ist lackiert. Vorher war dieser Teil glatt und schwarz. Die Seitenschweller wurden abgerundet, so dass die harten Kanten verschwunden.

An der Studie waren recht filigrane Außenspiegel montiert, die einen sportlichen Eindruck hinterließen. Allerdings entfielen sie zugunsten der Serienausführung.

Die Auspuffanlage erhielt trapezförmige Auslässe in Edelstahl, die dann auch bei anderen OPC-Modellen und den OPC-Line-Paketen verwendet wurden.
Statt der gelb lackierten Bremssättel wurden nun Ardenblau lackierte eingesetzt. Die Bremsanlage selbst blieb zur Studie ansonsten unverändert. Die 19-Zoll-Felgen gab es dann auch für den OPC optional.

Im Innenraum ging es in der Serienversion deutlich nüchterner zu. Die blauen Zierleisten und die blauen Türverkleidungen wurden durch schwarze ersetzt. Die farbenfrohe Polsterung der Sitze - der Recarositz vom Typ "Style" blieb - wich anthrazitfarbenem oder dunkelblauem Stoff, der mit schwarzem Leder abgesetzt ist. Optional war auch komplett schwarzes Leder erhältlich. Ebenfalls nur schwarz waren Gurte, Mittelarmlehne und der Schaltsack.


Letzte Änderung: 12.08.2011