Bordcomputer BC 2400

Allgemeines

Der Bordcomputer 2400 wurde im Modelljahr 1987 mit dem Omega A eingeführt. Er löste dann sukzessive die alte BC-Generation ab. Vorteil der neuen Technik ist die (nicht von Anfang an vorhandene) Möglichkeit, den BC mittels des gleichzeitig eingeführten Diagnosegerätes Tech 1 auszulesen. Dies erleichtert die Fehlererkennung und -behebung sehr. Weiterhin war durch den Einsatz von programmierbaren Speichermodulen im BC dessen Anpassung an verschiedene Motorsysteme möglich. Das reduzierte die Anzahl der produzierten Varianten sehr deutlich. Beim Vorgängermodell wurde teilweise für jeden einzelnen Motortyp ein eigener BC produziert.
Die Technik ist bei allen BC 2400 fast gleich. Die größten Unterschiede liegen beim Gehäuse. Das ist zwischen Vectra A/Calibra und Omega A/Senator B verschieden. Bei ersteren gibt es eine abnehmbare Blende, bei letzteren ist die Blende schon Bestandteil des BC und auch teilweise eingefärbt. Ein Einbau ist technisch überall möglich, es entscheiden daher optische Gründe. Neuere Modelle besitzen Beschriftung in Druckbuchstaben, während ältere kursiv und nur mit großem Anfangsbuchstaben beschriftet sind.

Erst die BC ab Modelljahr 1989 haben die Möglichkeit, mittels Tech 1 ausgelesen zu werden, da diese eine serielle Schnittstelle besitzen. Diese Einschränkung betrifft nur die Bauart Omega A/Senator B. In der Übersicht wird zwischen mit und ohne serieller Schnittstelle unterschieden. Der Einfachheit halber empfiehlt sich bei einem Umbau der Einsatz eines BC mit Schnittstelle. So kann er auf den jeweiligen Motortyp angepasst werden. Beim Vectra A/Calibra war die Schnittstelle von Anfang an vorhanden.

Funktionen und Bedienung

Der Bordcomputer 2400 kann folgende Daten im Funktionsdisplay darstellen:
• Momentanverbrauch
• Durchschnittsverbrauch
• Durchschnittsgeschwindigkeit
• Reichweite
• Stoppuhr
• Außentemperatur.
In der Uhrenanzeige wird ständig die Uhrzeit gezeigt.

1 Funktionsanzeige
2 Funktionswahlanzeige
3 Uhrenanzeige

Hit Hilfe der Lochkontakte stellt man die Stunden und Minuten der Uhrzeit ein. Der Doppelpunkt in der Uhrenanzeite blinkt im Sekundentakt. Die Uhr wird durch Betätigen der Start- oder Schritttaste sekundengenau gestartet.

Die Schritttaste dient zur Anwahl der Funktion, die in der Funktionsanzeige dargestellt werden soll. Sie dient ebenfalls zur Quittierung der Reichweiten- und Eiswarnung.

Die Starttaste dient zum Starten des Berechnungsintervalls der Funktionen Durchschnittsverbrauch und -geschwindigkeit, Aktualisieren des Tankinhalts bei Funktion Reichweite und dem Starten, Stoppen und Zurücksetzen der Stoppuhr. Bordcomputer ab MJ89 haben eine Nachtankerkennung, womit eine manuelle Aktualisierung des Tankinhalts nicht mehr erforderlich ist.

4 Schritttaste
5 Lochkontakt Minuten
6 Lochkontakt Stunden
7 Starttaste

Im Beispielbild wird der Taster im Omega A gezeigt.

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Diagnose

Programmspeicher-Code prüfen
Mit dieser Prüfung lässt sich ohne Ausbau feststellen, ob der BC mit oder ohne serielle Schnittstelle ist und welcher Code auf dem Programmspeicher programmiert ist.

• Zündung einschalten
• Schritt- und Starttaste gleichzeitig > 3 Sekunden drücken.

Bis Modelljahr 1989 erscheint in der Funktionsanzeige der Programmspeicher-Code solange beide Taster weiter gedrückt bleiben. Die Uhrenanzeige bleibt unverändert.

Ab Modelljahr 1989 erscheint in der Funktionsanzeige der Programmspeicher-Code solange beide Taster gedrückt bleiben. In der Uhrenanzeige werden Alpha-Code und Versionsnummer angezeigt.
Nach Loslassen der Tasten wird in der Uhrenanzeige die Wegimpulszahl angezeigt. Die Wegimpulszahl gibt an, wieviele Impulse der Bordcomputer vom Wegstreckenfrequenzgeber pro Kilometer Fahrstrecke erhalten muss. Ist der Programmspeicher-Code korrekt, ist automatisch auch die Wegimpulszahl korrekt.

Im Beispielbild wird der Alphacode EH und die Versionsnummer 02 gezeigt. Der Alphacode gibt den Typ des Bordcomputers an siehe (siehe Listen weiter unten). Die Versionsnummer gibt den Stand der programmierten Software im Programmspeicher wieder.

Prüfung mittels Diagnosestecker

Mit dem Diagnosestecker ist eine Überprüfung des Bordcomputers auch ohne Tech 1 möglich. Dazu muss man den Diagnosestecker vom Halter entnehmen und die eventuell vorhanden Verschlusskappe entfernen. Nun brückt man mittels geeignetem Material die Kontakte A und D, schaltet die Zündung an und erhält somit Zugang zu den Diagnosemodi. Durch Betätigen der Schritttaste wechselt man die Diagnosemodi.

Der Diagnosestecker befindet sich beim Omega A/Senator B auf der rechten Seite an der Stirnwand, beim Vectra A auf der linken.

Diagnosemodus d : 1
Speicherung der Fehlercodes und Fehleranzeige
Hierbei überprüft der BC sich selbst und einen Teil der Peripherie (Temperatursensor, Tankmessgerät). Er speichert auftretende Fehler als 3-stellige Fehlercodes. Es werden nur Fehler gespeichert, die länger als ca. 15 Sekunden (ab MJ89 ca. 8 Sekunden) auftreten.
Nach der Fehlerspeicherung erscheint unabhängig von der ausgewählten Funktion ein "F" in der Uhrenanzeige (Fehlerflag). Außerdem wird die von dem Fehler betroffenen Bordcomputer-Funktionen durch ein in der Funktionsanzeige blinkendes "F" gesperrt.
Das Fehlerflag wird wieder gelöscht, wenn der Fehler in einem bestimmten Zeitintervall (maximal 2 Minuten) nicht mehr auftritt. Der Fehlercode bleibt jedoch gespeichert.
Abrufen der Fehlercodes
Die gespeicherten Fehlercodes werden in der Funktionsanzeige angezeigt, wenn sich der BC im Diagnosemodus "d : 1" befindet.

Der dreistellige Fehlercode blinkt 3 mal im 0,5-Hz-Takt. Dieses 3-malige Blinken wird nach jeweils einer Pause von 3 Sekunden solange wiederholt, bis der Diagnosemoduse "d : 1" unterbrochen wird.
Sind mehrere Fehlercodes gespeichert, werden diese nacheinander mit je 3 Sekunden Pause zwischen den einzelnen Codes angezeigt. Die Anzeige der Fehlercodes erfolgt in numerischer Reihenfolge.

Ist kein Fehlercode gespeichert, wird blinkend "- - - -" anstatt des Codes angezeigt. Bei Bordcomputern ab MJ89 wird zuerst dreimal der Code "12" zur Einleitung der Fehlercodeausgabe gezeigt.

Im Beispielbild wird der Fehlercode 168 angezeigt.

Löschen der Fehlercodes
Die gespeicherten Fehlercodes werden gelöscht, wenn
• im Diagnosemodus "d : 1" die Starttaste gedrückt wird oder
• das Batterie-Massekabel > 10 Sekunden abgeklemmt wird.

Diagnose ohne Speicherung von Fehlercodes

Damit ist eine Erfassung der Fehler in der Bordcomputeranlage möglich, die nicht über die 3-stelligen Fehlercodes abgespeichert werden können:
• Überprüfung des Wegstreckenfrequenzgebers und des Kraftstoffverbrauchssignals (Signal vom Kraftstoffmengenmesser bzw. Signal vom Steuergerät - Einspritzanlage)
• Überprüfung des Bedienteils
• Überprüfung der Anzeigefelder (Display).
Wegstreckenfrequenzgeber und Kraftstoffverbrauchssignal

Hierfür muss sich der Bordcomputer im Diagnosemodus "d : 2" befinden.

In der Uhrenanzeige wird "d : 2" angezeigt. In der Funktionsanzeige erscheint "S - E -".
Hinter dem "S" wird die Diagnose für den Wegstreckenfrequenzgeber, hinter dem "E" die Diagnose für das Kraftstoffverbrauchssignal angezeigt.
Bei stehendem Motor und stehendem Fahrzeug folgt hinter dem "S" und "E" jeweils "-".

Erhält der Bordcomputer das jeweilige Signal unter den in der Tabelle angegebenen Bedingungen, muss die Anzeige hinter dem "S" bzw. hinter dem "E" von "-" nach "□" wechseln.

Geber/SignalBetriebsbedingung Anzeige hinter dem
"S""E"
Wegstrecken-
Frequenzgeber
Geschwindigkeit < ca. 13 km/h (ca. 8 mph) -
Geschwindigkeit > ca. 13 km/h (ca. 8 mph)
nur bei Einspritzmotoren:
Signal vom Steuergerät-
Einspritzanlage
Drehzahl < ca. 800 min-1-
Drehzahl > ca. 1200 min-1
nur bei Vergasermotoren:
Signal vom Kraftstoffmengen-
messer
Momentanverbrauch < ca. 0,6 l/h (ca. 0,13 gal/h)-
Momentanverbrauch > ca. 0,6 l/h (ca. 0,13 gal/h)

Die Klammerwerte gelten für die Meilenausführung.
Bei einigen Einspritzsystem kommt es durch die im Bordcomputer vorgesehene Entprellung nicht zur Anzeige von "□". In diesem Fall kann die Entprellung durch Betätigen eines der beiden Lochkontakte ausgeschaltet werden. Die Anzeige muss dann ständig zwischen "□" und "-" wechseln.

Im Beispielbild wird dargestellt:
• Geschwindigkeit < ca. 13 km/h
• Drehzahl > 1200 min-1 (bei Einspritzmotor).

Bedienteil
Hierfür muss sich der Bordcomputer im Diagnosemodus "d : 3" befinden.

Wird die Starttaste gedrückt, erscheint in der 2. Digitstelle der Funktionsanzeige "-". Dieselbe Anzeige erscheint bei Drücken des Lochkontaktes Stunden in der 3. Digitstelle und bei Drücken des Lochkontaktes Minuten in der 4. Digitstelle.
Eine Überprüfung der Schritttaste ist nicht erforderlich, da diese zum Anwählen der Diagnosemodi benötigt wird.

Im Beispielbild wurden Starttaste, Lochkontakt Stunden und Lochkontakt Minuten nacheinander gedrückt.

Anzeigefelder (Displays)
Hierfür muss sich der Bordcomputer im Diagnosemodus "d : 4" befinden.

In der Uhrenanzeige wird "d : 4" angezeigt. Die Funktionsanzeige bleibt zunächst leer.
Durch Drücken der Starttaste werden sämtliche Zeichen der 3 Anzeigefelder angesteuert. Bei einigen Geräten mit deutscher Bedruckung werden die Segmente AM und PM nicht angesteuert.

Im Beispielbild ist die Starttaste gedrückt.

Was sind Reichweitenabgleich und -korrektur?

Mit dieser Abgleichmöglichkeit lassen sich Differenzen zwischen der vom Bordcomputer angezeigten und der tatsächlichen Reichweite des Fahrzeugs ausgleichen. Dies kann z.B. nach Austausch des Bordcomputers auftreten.
Die Korrektur des Tankinhalts ist im Bereich von ± 3 l (± 1.2 gal) in 0,5 l (0.2 gal) Schritten möglich.

Achtung!
Korrektur des Tankinhalts nur durchführen, wenn Differenzen zwischen der vom Bordcomputer angezeigten und der tatsächlichen Reichweite über einen längeren Zeitraum in der gleichen Größenordnung aufgetreten sind. Die Reichweitenanzeige ist aus Sicherheitsgründen so ausgelegt, dass bei einer Bordcomputeranzeige von 0 km noch eine Fahrstrecke von ca. 5 bis 10 km (3 bis 6 m) zurückgelegt werden kann. Diese Sicherheitsreserve darf nicht durch eine Korrektur des Tankinhalts verringert werden.

Bei größeren Abweichungen ist ein Neuabgleich der Reichweitenanzeige durchzuführen.

Als Richtwert für die Umrechung zwischen Tankinhalt und Reichweite gelten folgende Entsprechungen:
0,5 l ≈ 5 km (0.2 gal ≈ 3 Meilen)

Beispiel:
Bei einer Reichweitenanzeige von 17 km (11 m) in der Bordcomputeranzeige bliebt der Motor aufgrund Kraftstoffmangels stehen.
Aktion: Mittels Reichweitenkorrektur nächstgrößeren Wert als negative Größe einstellen; hier - 20 km (- 12 m).

Der Bordcomputer zeigt nun eine um 20 km (12 m) kleinere Reichweite an.

Was braucht man dazu?

Voraussetzungen für den Neuabgleich der Reichweite sind:
- Bordcomputer arbeitet fehlerfrei
- richtiger Programmspeicher eingebaut bzw. richtiger Code im Programmspeicher gespeichert
- Kraftstoffanzeige im Instrument in Ordnung.
Wird bei Anwahl der Funktion "Reichweite" in der Funktionsanzeige ständig "- - - - km (m)" angezeigt, ist der Bordcomputer durch Abklemmen der Batterie > 2 min neu zu initialisieren.

Man benötigt einen Widerstand oder Potenziometer mit entsprechendem Sollwert (die Leistung des Widerstands/Potenziometers soll größer als 0,5 Watt sein). Dieser/s wird an Stelle des Tankmessgerätes angeschlossen. Wichtig ist, dass das Tankmessgerät während des Abgleichvorganges nicht angeschlossen sein darf. Die Zündung muss beim An- und Abklemmen des Ersatzwiderstandes ausgeschaltet sein, ansonsten werden Fehlercodes gesetzt.

Sollwerte für die Bordcomputer:
- bis Modelljahr 1989: 170 Ω
- ab Modelljahr 1989: 140 Ω

Reichweitenabgleich und -korrektur (bis MJ89)

Reichweitenabgleich

• eingestelltes Potenziometer oder Widerstand an die Leitungen des Tankmessgerätes anschließen. Das Tankmessgerät ist während des Neuabgleichs nicht angeschlossen.
• Zündung einschalten
• Lochkontakt Minuten und Lochkontakt Stunden gleichzeitig > 2 Sekunden drücken.

Wird in der Funktionsanzeige "12" anstatt "170" angezeigt, Lochkontakt Minuten nochmals drücken. In der Uhrenanzeige wird "A" angezeigt. In der Funktionswahlanzeige blinkt der Reichweitenpfeil. Nach Betätigen der Starttaste > 2 Sekunden wird der Abgleichvorgang gestartet. In der Funktionsanzeige wird "- - - -" angezeigt, bis die Speicherung beendet ist. Nach ca. 5 Sekunden wird in der Funktionsanzeige die dem Ersatzwiderstand entsprechende Reichweite angezeigt. Zuletzt noch die Schritttaste kurz drücken, Zündung ausschalten und den Ersatzwiderstand abziehen und das Tankmessgerät wieder anschließen.

Bordcomputer-Funktion "Reichweite" anwählen und Starttaste drücken. In der Funktionsanzeige wird die aus dem momentanen Tankinhalt berechnete Reichweite angezeigt. Der Bordcomputer ist neu abgeglichen.


Reichweitenkorrektur

Hierfür muss sich der Bordcomputer im Diagnosemodus "d : 1" befinden. Lochkontakt Minuten und Lochkontakt Stunden gleichzeitig > 2 Sekunden drücken.

In der Uhrenanzeige wird "A : xx" angezeigt, dabei steht an den mit xx bezeichneten Stellen die zur Zeit abgespeicherte Korrektur. Die Anzeige des Korrekturwertes erfolgt ohne Dezimalpunkt, z.B. 15 für 1,5 l (6 für 0,6 gal). In der Funktionswahlanzeige blinkt der Reichweitepfeil.

In der Funktionsanzeige wird die Reichweite angezeigt, die sich aus dem aktuellen Tankinhalt, einem Norm-Verbrauch von 10 l/100 km (28.3 m/gal) und der momentan eingestellten Korrektur ergibt.

Mit der Schritttaste kann in der Uhrenanzeige die gewünschte Korrektur im Rollmodus eingestellt werden. Gleichzeitig verändert sich die angezeigte Reichweite bei jeder Tastenbetätigung um ca. 5 km (3 m).

Ist der richtige Korrekturwert eingestellt, wird durch Betätigen der Starttaste > 1 Sekunde der Korrekturwert dauerhaft im Programmspeicher abgelegt. In der Funktionsanzeige wird "- - - -" angezeigt, bis die Speicherung beendet ist.

Der Korrekturmodus wird durch Beenden des Diagnosemodus verlassen. Abschließend Bordcomputerfunktion Reichweite wählen und Starttaste drücken. In der Funktionsanzeige wird die aus dem momentanen Tankinhalt berechnete Reichweite angezeigt.

Reichweitenabgleich und -korrektur (ab MJ89)

Reichweitenabgleich

Hierfür muss sich der Bordcomputer im Diagnosemodus "d : 5" befinden. In der Uhrenanzeige wird "d : 5" gezeigt, die Funktionsanzeige bleibt leer.

Durch Drücken des Lochkontaktes Minuten wird in den eigentlichen Abgleichmodus gewechselt. In der Uhrenanzeige wird "A" angezeigt. In der Funktionswahlanzeige blinkt der Reichweitenpfeil. In der Funktionsanzeige wird "12 l" gezeigt (Abgleich mit definierter Benzinmenge). Dieser Abgleichschritt wird nur produktionsseitig verwendet. Durch Drücken der Schritttaste wird in den Abgleichmodus mit Ersatzwiderstand geschaltet. In der Funktionsanzeige wird der Wert des Ersatzwiderstandes angezeigt. Auf diesen Wert muss der Ersatzwiderstand eingestellt sein! Wenn diese Werte nicht übereinstimmen, Zündung ausschalten und Ersatzwiderstand neu einstellen.

Nach Betätigung der Starttaste > 3 Sekunden wird der Abgleichvorgang gestartet. In der Funktionsanzeige wird "- - - -" angezeigt, bis die Speicherung beendet ist. Nach ca. 5 Sekunden wird in der Funktionsanzeige die dem Ersatzwiderstand entsprechende Reichweite angezeigt.
Erkennt der Bordcomputer während des Abgleichvorganges fehlerhafte Signalpegel, so erfolgt statt der Anzeige der Reichweite für 5 Sekunden blinkend ein "H" (Spannung zu hoch) bzw. ein "L" (Spannung zu niedrig). Der Bordcomputer kehrt in den Diagnosemodus 5 zurück. In diesem Fall ist die Bordcomputer-Peripherie zu überprüfen.

Nach erfolgtem Neuabgleich sind folgende Maßnahmen durchzuführen:
- Ersatzwiderstand demontieren
- Tankmessgerät wieder anschließen (Zündung aus!)
- Fehlerspeicher löschen
- Bordcomputerfunktion Reichweite anwählen und Starttaste drücken. In der Funktionsanzeige wird die aus dem momentanen Tankinhalt berechnete Reichweite angezeigt.

Reichweitenkorrektur

Den Bordcomputer in den Diagnosemodus "d : 5" versetzen. In der Uhrenanzeige wird "d : 5" gezeigt, die Funktionsanzeige bleibt leer.

Durch Drücken des Lochkontaktes Stunden wird in den eigentlichen Korrekturmodus gewechselt. In der Uhrenanzeige wird "A : xx" angezeigt, dabei steht an den mit xx bezeichneten Stellen die zur Zeit abgespeicherte Korrektur. Die Anzeige des Korrekturwertes erfolgt ohne Dezimalpunkt, z.B. 15 für 1,5 l (6 für 0,6 gal). In der Funktionswahlanzeige blinkt der Reichweitepfeil.

In der Funktionsanzeige wird die Reichweite angezeigt, die sich aus dem aktuellen Tankinhalt, einem Norm-Verbrauch von 10 l/100 km (28.3 m/gal) und der momentan eingestellten Korrektur ergibt.

Mit der Schritttaste kann in der Uhrenanzeige die gewünschte Korrektur im Rollmodus eingestellt werden. Gleichzeitig verändert sich die angezeigte Reichweite bei jeder Tastenbetätigung um ca. 5 km (3 m).

Ist der richtige Korrekturwert eingestellt, wird durch Betätigen der Starttaste > 1 Sekunde der Korrekturwert dauerhaft im Programmspeicher abgelegt. In der Funktionsanzeige wird "- - - -" angezeigt, bis die Speicherung beendet ist.

Der Korrekturmodus wird durch Beenden des Diagnosemodus verlassen. Abschließend Bordcomputerfunktion Reichweite wählen und Starttaste drücken. In der Funktionsanzeige wird die aus dem momentanen Tankinhalt berechnete Reichweite angezeigt.

Fehlercodetabelle

Anleitungen zur Behebung nachstehender Fehlercodes findet man auf www.vectra16v.com unter "Fehlercodes".

Fehlercode bis Modelljahr 1988Fehlercode ab Modelljahr 1989Fehlerursache
-12Einleitung Fehlercodeausgabe
Es ist kein Fehlercode!
16351Programmspeicher nicht programmiert
16552Programmspeicher defekt
16655Bordcomputer defekt
167167Tankgeber Spannung niedrig
168168Tankgeber Spannung hoch
169169Außentemperatursensor Spannung niedrig
171171Außentemperatursensor Spannung hoch
-173Kraftstoffverbrauch Signal niedrig

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Omega A und Senator B

Bordcomputer ohne serielle Schnittstelle brauchen eine Verschlusskappe vom Diagnosestecker ohne Massebrücke von A nach G. Bordcomputer mit serieller Schnittstelle müssen eine Verschlusskappe mit Massebrücke von A nach G haben. Ein Fehlen oder Vorhandensein der Massebrücke führt je nach verwendetem Bordcomputer zu Fehlanzeigen.

Die Kennnummer ist die Teilenummer, die in der Produktion verwendet wurde. Zur Bestellung eines Bordcomputers ist die Service-Teilenummer zu verwenden.

Rot markiert der Alphacode, gelb markiert die Teilenummer. Im Bild ein Bordcomputer vom Vectra A.

BeschriftungProduktionService Farbe
ohne serielle Schnittstellemit serieller Schnittstelle mit serieller Schnittstelle
KennnummerAlphacodeKennnummerAlphacode TeilenummerAlphacode
Deutsch90 213 389
5WK7 046
oder
90 253 987
5WK7 046
CN 90 314 457
5WK7 337
EH90 349 013EHschwarz
90 326 941HA 90 350 059HAblau
90 326 942HC 90 350 060HCbeige
90 326 943HE 90 350 061HEgrau
90 315 971HH 90 397 019HHanthrazit
Englisch90 253 988CP 90 314 458EL90 349 014ELschwarz
90 326 944HF 90 350 062HFblau
90 326 945FA 90 350 063FAbeige
90 326 946FC 90 350 064FCgrau
90 315 972HL 90 397 020HLanthrazit
Französisch90 303 450CR 90 314 459EU90 349 015EUschwarz
90 326 947FE 90 350 065FEblau
90 326 948FF 90 350 066FFbeige
90 326 949FH 90 350 067FHgrau
?? 90 397 021HPanthrazit
Italienisch90 303 449CQ 90 314 460EP90 349 016EPschwarz
90 326 950FL 90 350 068FLblau
90 326 951FP 90 350 069FPbeige
90 326 952FU 90 350 007FUgrau
?HU 90 397 022HUanthrazit
Spanisch?? ??90 421 523?schwarz
?? 90 421 524?blau
?? ??beige
?? ??grau
?? 90 421 525?anthrazit

Im Omega A kamen nur die schwarzen Bordcomputer zur Anwendung!

Steckerbelegung und Stromlaufplan

KontaktFunktionKabelfarbeKabelsatzstecker
1Bedienschalter, Masse (S63)gelb

Hier der alte Stromlaufplan mit Durchflussmengenmesser.
Bitte die geänderten Kabelfarben in der Tabelle beachten!

2Massebraun
3 - 4nicht belegt
5Bedienschalter, Lochkontakt Minuten (S63.5)schwarz
6Kraftstoffpumpenrelais, Klemme 87 bzw. 87Bschwarz,
ab MJ89 rot-weiß
7 - 8nicht belegt
9Diagnosereizleitung, Diagnosestecker Klemme D (X13)braun-rot
10Datenleitung, Diagnosestecker Klemme G (X13)braun-weiß
11Zündungsplus, Sicherung 13schwarz
12Temperatursensor, Masse über Bordcomputer (P13)blau
13Temperatursensor, Signalleitung (P13)blau-weiß
14Dauerplus, Sicherung 15rot
15Helligkeitsregler Instrumentenbeleuchtunggrau-grün (ohne LCD-Instrument)
schwarz (mit LCD-Instrument)
16 - 19nicht belegt
20Bedienschalter, Starttaste (S63.1)braun
21Wegstrecken-Frequenzgeberblau-rot
22Bedienschalter, Schritttaste (S63.3)rot
23Bedienschalter, Lochkontakt Stunden (S63.2)blau
24Durchflussmengenmesser (P15)
(bei Vergasermotoren)
schwarz-gelb
Steuergerät Einspritzanlage
(bei Einspritzmotoren)
weiß,
ab MJ89 schwarz-braun
25Massebraun
26Tankmessgerätblau-schwarz

BC-Codes

Die Programmcodes für das MJ 1987 und 1988 dienen nur zur Information und Identifzierung. Zur Programmierung muss ein Code ab MJ 1989 genutzt werden - einen programmierfähigen BC vorausgesetzt.

ModellModelljahr
Omega AalleDownload
Senator BalleDownload

Wegstreckenfrequenzgeber Omega A

AchsübersetzungAntriebsritzel-
Tachoantrieb
ReifenWegstreckenfrequenzgeber
Zähne-
zahl
Kennfarbe CodeImpulse/Umdrehung
3,4520grau175 R 14
185/70 R 14
AN9
3,7018weiß (ohne Kennfarbe)185 R 14 AP8
3,7019grün175 R 14
185/70 R 14
195/65 R 14
205/65 R 14
AP8
3,9020grau175 R 14
185/70 R 14
AP8
3,9019grün185 R 14 AP8

Diese Tabelle gilt nur für den Wegstreckenfrequenzgeber am Getriebe (bei Fahrzeugen mit LCD-Instrument oder elektronischem Tachometer).

Wegstreckenfrequenzgeber Senator B

AchsübersetzungAntriebsritzel-
Tachoantrieb
GetriebeWegstreckenfrequenzgeber
Zähne-
zahl
KennfarbeSchalt-Automatik- CodeImpulse/Umdrehung
3,4518weiß (ohne Kennfarbe)X- AP8
3,4518weiß (ohne Kennfarbe)-X AX, AZ, BA, BB8
3,7019grünX AX, AZ, BA8

Beim Senator B befindet sich der Wegstreckenfrequenzgeber immer am Getriebe.

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Calibra und Vectra A

Einen Bordcomputer gab es nur für die Modelle mit Einspritzmotoren.
Die Kennnummer ist die Teilenummer, die in der Produktion verwendet wurde. Zur Bestellung eines Bordcomputers ist die Service-Teilenummer zu verwenden.

Rot markiert der Alphacode, gelb markiert die Teilenummer.

BeschriftungProduktionService
KennnummerAlphacodeTeilenummer
Deutsch90 228 341
5WK7 331
EA90 348 379
Englisch90 228 342
5WK7 332
EC90 348 378
Italienisch90 306 556
5WK7 333
EE90 348 380
Französisch90 306 557
5WK7 334
EF90 348 381
Spanisch90 357 249
5WK7 395
EG90 421 522
Deutsch90 462 650
5WK7 430
LA?
Englisch90 444 160???
Spanisch?LG?

Steckerbelegung und Stromlaufplan

KontaktFunktionKabelfarbeKabelsatzstecker
1Bedienschalter, Masse (S63)braun-gelb

2Massebraun
3 - 4nicht belegt
5Bedienschalter, Lochkontakt Minuten (S63.5)braun-schwarz
6Kraftstoffpumpenrelais, Klemme 87 bzw. 87Brot-weiß
7nicht belegt
8Tankmessgerät (nur mit LCD-Instrument)blau-schwarz
9Diagnosereizleitung, Diagnosestecker Klemme D (X13)braun-rot
10Datenleitung, Diagnosestecker Klemme G (X13)braun-weiß
11Zündungsplus, Sicherung 22schwarz
12Temperatursensor, Masse über Bordcomputer (P13)blau
13Temperatursensor, Signalleitung (P13)blau-weiß
14Dauerplus, Sicherung 8rot
15Helligkeitsregler Instrumentenbeleuchtunggrau-schwarz
16 - 19nicht belegt
20Bedienschalter, Starttaste (S63.1)braun-weiß
21Wegstrecken-Frequenzgeberblau-rot
22Bedienschalter, Schritttaste (S63.3)braun-rot
23Bedienschalter, Lochkontakt Stunden (S63.2)braun-blau
24Steuergerät Einspritzanlageschwarz-braun
25Massebraun
26Tankmessgerät (nicht mit LCD-Instrument)blau-schwarz

BC-Codes

Modelljahr
alleDownload

Wegstreckenfrequenzgeber

AlphacodeTeilenummerImpulse/Umdrehung
AA90 148 8286

Im Calibra und Vectra A waren die Geber generell am Instrument angebracht. Nur der Vectra A in Verbindung mit LCD-Instrument hatte einen Geber am Getriebe. Einige spätere Modelle erhielten das Wegsignal über das ABS-Steuergerät anstelle des Gebers am Instrument.

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Wegstreckenfrequenzgeber in der Übersicht

Die Liste gibt alle jemals verwendeten Geber an. Einige wurden zum Beispiel nur für die Motorsteuerung benutzt.

AlphacodeTeilenummer Impulse/UmdrehungVerwendungTyp
AA90 148 8286 Ascona C, Calibra, Corsa A, Kadett D/E, Rekord E, Vectra A1
AB90 148 8297 Monza, Rekord E, Senator A1
AC90 149 0788 Ascona C1
AD90 149 07910 Kadett D/E1
AE90 149 08013 Ascona C1
AF90 149 081, 90 009 08915 Ascona C1
AG90 149 08216 Kadett D/E1
AH90 149 0836 Kadett E, Monza, Senator A2
AJ90 149 0847 Kadett E, Monza, Senator A2
AK90 185 18916 Kadett E2
AN90 247 3359 Omega A2
AP90 247 3368 Omega A, Senator B2
AX90 277 2898 Senator B2
AY90 320 0532 Astra F, Kadett E, Vectra A1
AZ90 277 4398 Senator B2
BA90 336 0768 Senator B2
BB90 337 6018 Omega A, Senator B2
BC90 377 9758 Omega A2
BD90 377 9768 Omega A2
BE90 378 0579 Omega A?
Typ 1 = Abgriff des Wegsignals an der weiterhin vorhandenen Tachowelle
Typ 2 = Ersatz der Tachowelle

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Letzte Änderung: 04.04.2010