Astra J GTC Paris

GTC Paris

© GM Corp.

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"But the speed was power, and the speed was joy, and the speed was pure beauty."
- Zitat aus Richard Bachs Roman "Jonathan Livingston Seagull" (Die Möwe Jonathan)
 und zugleich Motto für den Astra GTC Paris.

Im Jahr 2010 ging der Astra H GTC in sein sechstes Lebensjahr. Der Nachfolger Astra J des Grundmodells kam im Dezember 2009 auf den deutschen Markt und so wurde es langsam aber sicher Zeit, auch den Nachfolger des dreitürigen Ablegers zu präsentieren. Der "Neue" sollte weiterhin den Zusatz GTC tragen. Anfang September 2010 wurden die ersten offiziellen Bilder der Weltöffentlichkeit präsentiert. Sie zeigten einen flachen, sportlichen Dreitürer, der die Designelemente des aktuellen Modells aufnimmt und in verschärfter Form weiter fortführt.

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Die Seitenlinie prägt die zum Fünftürer umgekehrte Sichel und die noch stärker ausgeforme Sicke in der Seitenwand, die in engem Schwung am Türgriff entspringt. Die Fenster werden durch einen Rand aus gebürstetem Aluminium akzentuiert.

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Die Front trägt das aktuelle "Markengesicht", wurde aber für den GTC angepasst. Der Grill ist etwas schmaler und niedriger, was mehr Dynamik bringt. Er wird von schmaleren Scheinwerfern eingefasst, die mit den schon vom Astra bekannten markanten Tagfahrleuchten ausgerüstet sind. Der trapezförmige Lufteinlass wird von zwei dreieckigen kleineren Lufteinlässen begrenzt, die weit um die Front herumgezogen sind. Diese sind mittig von den LED-Blinkern geteilt. Die Motorhaube besitzt den Opel-typischen Knick.

Am Heck prägen die verbreiterten, schon vom Astra 5-Türer bekannten, Rückleuchten das Bild. Sie sind wahlweise auch mit LED-Beleuchtung bestückt. Das Konzeptfahrzeug steht auf 21 Zoll großen 5-Speichen-Felgen, die mit ihren Kohlefaserabdeckungen die Aerodynamik unterstützen.

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Den Innenraum dominieren die vorderen Sportsitze, die komplett neu entworfen wurden. Die hohen Sportsitze mit integrierten Kopfstützen sind mit einer Mikrofaser-Leder-Kombination entworfen. Das Besondere dabei ist nicht nur die Beschriftung der Sitzbezüge mit Zitaten aus Richard Bachs Roman "Die Möwe Jonathan" (unter anderem das oben genannte), sondern auch die gegensätzlichen Farben der Vordersitze. Während der Fahrersitz in kräftigem Rot erscheint, ist der Beifahrersitz in Schwarz bezogen.
Auf allen Sitzen besteht die Sitzfläche aus Mikrofaser und die Seiten sind in Leder ausgeführt. Die Nähte sind als breite Zick-Zack-Naht ausgeführt und tragen zum hochwertigen Gesamtbild bei.

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Der Fahrer lenkt den Wagen mit einem in Leder eingeschlagenen Lenkrad, welches auch die Metallapplikationen erhielt. Das Armaturenbrett bleibt den anderen Astra-Varianten treu und präsentiert sich in Schwarz.

Zur standesgemäßen Motorisierung gehört der 2.0 Turbo, der 213 kW leistet und verstellbare Nockenwellen und Direkteinspritzung besitzt. Die Antriebsleistung wird mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe mit Sperrdifferenzial auf die Vorderachse gegeben. Wie viele moderne Motoren verfügt auch dieser Motor über Start-Stop-Technologie.

Das Fahrwerk wurde für den neuen Anwendungszweck angepasst. In Verbindung mit den höheren Motorleistungen stößt man mit den herkömmlichen McPherson-Federbeinen an seine Grenzen. Die Vorderräder können vor allem in Kurven bei starker Beschleunigung nicht genügend Traktion aufbauen.
Die neuen HiPer-Strut-Federbeine entkoppeln wirksam die Antriebskräfte und erlauben eine präzisere Radführung beim Einlenken und in Kurven. Sie werden auch schon im Insignia OPC eingesetzt. Die veränderte Achsgeometrie lässt nun auch Felgen bis 20 Zoll zu. Des weiteren wird die Lenkung nicht mehr durch Fahrbahnunebenheiten beeinflusst.

Die Hinterachse ist konventionell aufgebaut. Es kommt die schon bekannte Verbundlenkerachse mit Wattgestänge zur Anwendung. Um der höheren Fahrdynamik Rechnung zu tragen, wurden die Spuren beider Achsen verbreitert.


Die Präsentation der Studie fand auf dem Pariser Autosalon vom 2. - 17. Oktober 2010 statt.

Weitere Bilder findet ihr auf der Fotoseite zum Pariser Autosalon 2010.

Was blieb von der Studie übrig?

Im Gegensatz zu vielen anderen Studien auch anderer Hersteller: sehr viel. Die Karosserie kommt fast unverändert auf den Markt. Die Front wurde offiziell noch nicht in der Serie präsentiert, wurde aber schon als Neuerung für das Modelljahr 2012 angekündigt. Sie wird bei den zukünftigen GSi-Modellen, womöglich auch OPC-Modellen, verwendet. Das Design der 21-Zoll-Felgen der Studie bleibt unverändert, allerdings ändert sich die Größe in 20 Zoll. Sie wird optional angeboten.
Die Fahrwerkstechnik ändert sich nicht, die Motorisierung wird es zu einem späteren Zeitpunkt geben.

Anders sieht es bei der Gestaltung des Innenraums aus. Den Polsterstoff mit den Zitaten gibt es ebenso wenig wie die Kontrastpolsterung. Jedoch gibt es optional Bezüge in Mikrofaser/Leder. Das Lenkrad in der Serie besitzt die Metallapplikation nur in Richtung Airbag, nicht am Kranz. Der Schriftzug "GTC" fehlt. Die Einstiegsleisten sind serienmäßig nur die normalen mit dem Opel-Schriftzug.


Letzte Änderung: 13.06.2011